Er ist tot Jim – das glaub ich nicht Tim 2


Laut Wikipedia ist Science Fiction

ein Genre innerhalb der Literatur und des Films, aber auch anderer Disziplinen […] die Gesellschaft oder die Umwelt in zeitlich, räumlich oder historisch (oft radikal) alternativen Konstellationen betrachtet. ScienceFiction entwirft – häufig in der Zukunft verortete, teilweise auch räumlich entfernte – Konstellationen des Möglichen, beschreibt deren Auswirkungen auf die Gesellschaft und den Menschen und reichert reale wissenschaftliche und technische Möglichkeiten mit fiktionalen Spekulationen an.

Im Gegensatz zu Daria (Er ist tot Jim) stehe ich etwas anders dazu, als dass Science Fiction (ab jetzt nur noch SF genannt) tot wäre – vor allem im TV.

Wenn man nun davon ausgeht, dass SF hauptsächlich in der Zukunft spielt – was es eigentlich nicht muss – dann könnte man zur Zeit durchaus zu dem Schluss kommen, dass es tot wäre, denn viel Neues läuft momentan im TV nicht wirklich – im Gegensatz dazu in den 90ern: Star Trek mit all seinen Ablegern, Babylon 5, Stargate, Star Wars, Firefly (ich nehm’s mal noch mit rein, auch wenn es 2002-2003 lief). Heute gibt es in der Tat kaum eine mir bekannt Serie, deren Handlung in der (fernen) Zukunft spielt (BattleIrgendwas Galatica vielleicht, hab ich aber nicht geschaut).

Jedoch sieht es für mich viel mehr danach aus, dass sich all dies futuristische in die Gegenwart verlagert hat. Denn die ganzen Crime-Serien, die heutzutage über den Schirm flimmern, haben ja auch SF in sich, nur bemerken wir es nicht unbedingt. Denn all dieses schöne Technikgeschimmer in Bones, CSI, Fringe, NCIS, Eureka oder Warehouse 13 ist ja auch nichts weiter als SF – nur eben nicht in der (fernen fernen) Zukunft. Denn dort wurde ja die reale Wissenschaft und technischen Möglichkeiten mit fiktionaler Spekulation angereichert. Oder glaubt jemand, dass DNS-Test in einer Stunden fertig sind, komplexe Computer-Programme in 10 Minuten geschrieben werden können oder Portale in andere Dimensionen möglich sind bei dem heutigen Stand der Technik?
(Fringe, Eureka und W13 kann man natürlich auch in das Genre Mystery einordnen)

Aber zumindest scheint ja die klassische Science Fiction wieder den Weg ins Kino zu finden. Denn bald gibts ja den neuen Star Trek und nicht ganz so bald werden die Jedi Ritter und die Sith wieder ihr Unwesen im Kino treiben.

Und zum Schluss noch meine im Moment favorisierte SF-(Mystery-)Serie: Doctor Who. Wer’s nicht kennt, unbedingt anschauen! Sogar die deutsche Syncronisation finde ich einiger Maßen gut gelungen.
Worum es geht? Um einen zeit- und raumreisenden Außeririschen in menschlicher Gestalt, der dann und wann das Universum vor dem Bösen in seinen vielen Formen rettet – und manchmal auch vor sich selbst. Anschaubefehl ist hiermit erteilt!