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serviert am 21. Januar 2009 um 05:01

Ich kann mich da einfach nicht zurückhalten.
Wenn die Eingeborenen Ureinwohner Einwohner meiner gewählten Exil-Region Oeszettberfranken anfangen diesen Buchstaben hier “ß” als ‘scharfes s‘ auszugeben, kann ich einfach nicht anders und muss korrigierend eingreifen und sagen: Das heißt Eszett!

Da bekomm ich dann aber immer einen grimmigen Blick vom Kollegen gegenüber zugeworfen. “Ach so a G’waaf. Des haast schaafes S. Du Grüüadla, naa” (zu deutsch: Ach erzähl du nur. Das heißt scharfes S. Du Kröte.)
Ist ja aber alles nur Spaß.

Nun stellt sich mir die Frage: Wer hat Recht?
(OK, die Frage stellt sich mir nicht wirklich, denn ich bleib bei meinem Eszett. Da könnt selbst der Papst kommen und sagen “Mein Sooohn, das heiß(Eszett)t scharfes S”. Ist mir egal. Bei allen dialektischen Eigenheiten, die ich mir hier schon angewöhnt habe (z.B. ah geh zu – etzatla – Des geht fei net/nia), das wird NIE dazukommen.)

Ich stellt die Frage anders: Was denkt ihr? Wer hat denn nun Recht?
Ich wage schonmal die Prognose:
Diejenigen, die in den neuen Bundesländern aufgewachsen sind sagen Eszett.
Der Süden Deutschlands mit Sicherheit scharfes S. Wie es nun im Norden und Westen der Republik ausschaut, weiß ich nicht.

11 Kommentare zu “Das scharfe S mit dem Z”

  1. Darth Puma sagt:

    Ich als Kölnerin aus Nordrhein-Westfalen lernte in der Grundschule den Begriff “scharfes s”. Aber in den weiterführenden Schulen und an der Uni hieß es nur noch “eszett”.

  2. Der Barbier sagt:

    Kann glaube ich für den gesamten Norden sprechen. (Hab schließlich die letzten 12 Jahre in allen Bundesländern da oben verbracht)

    Eszett!

    Aber verschone uns mit mehr Bayrisch…Bitttteeee!!!

  3. Der Kollege sagt:

    Bayrisch hei(scharfes s)t eigentlich bayerisch. Sasch hat aber fränkisch zitiert, da(scharfes s) ist uns Franken seeeeeeeeeehhhhhhr wichtig ;-)

  4. Eszett, ohne wenn und aber.
    Auch wenn ich eine Vorliebe für scharfes Essen habe, dass scharfe S kann mir gestohlen bleiben.

  5. unkita sagt:

    Im Norden sagt man szet. Und das ist auch richtig. So!

  6. floh sagt:

    Also im Rheinland benutzt man beide Begriffe – ich kenne das nämlich genauso wie Puma.
    Und richtig oder falsch wirst du hier nicht finden.

    Trotzdem bedauer ich dich hier an dieser Stelle ausdrücklich:
    Franken! OMG!

  7. Sascha sagt:

    @Darth Puma – an Schule und Uni verschieden? Ja was!
    @Barbier – ja mit dem bay(e)risch ist das so eine Sache. Das hören die hier überhaupt nicht gern. Klingt komisch, is aber so ;-)
    @Imperator – ja scharf ist gut – au(eszett)er beim s natürlich
    @Unkita – jawoll!
    @Flo – man gewöhnt sich an alles ;-)

  8. Zeigefinger sagt:

    Habe ich selbstherrlich zwei Jahre lang einem Kollegen aus Kronach und 10 Monate den Kollegen aus Bamberg versucht zu erklären. Hoffnungslos. ESSZETT! ESSZETT!

  9. detailsuche sagt:

    Das versuche ich (geb. und aufgewachsen in Sachsen) den Leuten in München auch immer zu verklickern, gestern Abend gabs wieder das Thema – ich allein unter Germanisten. Weiohwei. Irgendwann schlossen sich noch ein paar stimmlose kleine s an und große S, die nicht gesprochen werden und was weiß ich noch. Aber: Für mich ist’s und bleibts: Eszett.

    Hier im Süden der Republik ist das natürlich mit dem Eszett eventuell auch missverständlich: “Welche Wörter schreibt man denn mit der Süddeutschen Zeitung? Und welche mit Doppel-s?”

  10. Beliar sagt:

    Na Eszett heißt das natürlich!
    (Aber ich verrate jetzt nicht, dass ich ausm Osten komme^^)

    Beliar

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